Anna Amalia und Goethe

Akademie zu Weimar

10. Anna Amalia und Goethe Tagung

Sunday, 18. September 2016 von Admin | Keine Kommentare

10. Anna Amalia und Goethe Tagung

Das Römische Haus als Sonnentempel und Mausoleum

Programm

11.00 Uhr       Besuch von Anna Amalias Grab, Stadtkirche St. Peter & Paul

12.00 Uhr       Besuch von Goethes Grab, Fürstengruft, Historischer Friedhof

13.00 Uhr       Mittagessen im Restaurant Versilia am Frauenplan

 • Verleihung der Ehrengabe 2016 des Anna Amalia und Goethe Freundeskreises e.V. an Holger Runge, Meerbusch

 Informationsaustausch über die

 • Neuerscheinung: Anna Amalia und Goethe Forschung 2014-2016, Tagungsband in memoriam Carl Nedelmann, Weimar 2016

Neuerscheinung: Ettore Ghibellino, Goethes und Anna Amalias Sonnentempel und Mausoleum: Das Römische Haus, Weimar 2016

 15.00 Uhr       Besuch des Römischen Hauses im Park an der Ilm

Programm: Hier.

10. Anna Amalia und Goethe Tagung

Saturday, 16. July 2016 von Admin | Keine Kommentare

10. Anna Amalia und Goethe Tagung

am 28. August 2016 und am 22. Oktober 2016 in Weimar

Der gesellige Teil der 10. Anna Amalia und Goethe Tagung findet am 28.08.2016 mit einer Wanderung durch den frühmorgentlichen Ilm-Park statt. Treffpunkt ist das Römische Haus ab 6.30 Uhr. Der wissenschaftliche Teil findet am Vorabend von Anna Amalias 277. Geburtstag, am Samstag, den 22. Oktober 2016 statt, das Programm folgt.

Rolf Hochhuth

Sunday, 06. March 2016 von Admin | Keine Kommentare

Festakt und Lesung am 85. Geburtstag

mit einer Buchpremiere

Reithaus im Ilmpark Weimar

01.04.2016, ab 19.00 Uhr
Rolf Hochhuth
Anekdoten, Gedichte, Szenen 

• Begrüßung: Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt
• Einführung: Dr. Ettore Ghibellino
• Rolf Hochhuth Lesung und Gespräch
• Preisverleihungen des Freundeskreises
Anna Amalia und Goethe Freundeskreis e.V.
Karten: 8 € / 3 € ermäßigt
03643 7737 612 • post@annaamalia-goethe.de
Ort: Reithaus im Ilmpark, Platz der Demokratie, 99423 Weimar

Monday, 22. June 2015
von Admin
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9. Akademietagung

„Neue Zugänge zu Goethes Werk“

27. August 2015, Reithaus im Ilmpark, Platz der Demokratie, 99423 Weimar – Eintritt frei

Seit 2006 erforscht die Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar Goethes Leben und Werk unter dem Blickwinkel einer geheimen Verbindung zur Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar. Beiträge verschiedener Disziplinen liegen inzwischen vor, die die Anstrengung unternehmen, hinter den Schleier eines Staatsgeheimnisses zu blicken, etwa der Literatur- und Kunstwissenschaft, Biographik, Rechtsgeschichte, Geschichte der Spionage und der Psychoanalyse, wie auch der Informatik. Mit der Monografie „Das Geheimnis in Goethes Liebesgedichten“ (2014) bestätigt der Literaturwissenschaftler Wilhelm Solms diese Theorie als der Schlüssel zur Deutung von Goethes Liebeslyrik.

Die 9. Akademietagung festigt und erweitert die neuen Zugänge. Die Fachvorträge werden im Schwerpunkt die Wissenschaftstheorie, die Literaturwissenschaft sowie Goethes Begriff der Baukunst zum Inhalt haben. Im anschließenden Podiums- und Publikumsgespräch wird die künftige Forschungsausrichtung beraten.

Programm

Forum der Psychoanalyse

Friday, 19. September 2014 von Admin | Keine Kommentare

Forum der Psychoanalyse, Bd. 30, Heft 1, März 2014

Sublimierung als Flucht aus Bedrängnis. Zu Goethes lebenslanger Liebe

Sublimation as flight from troubles. On Goethe’s lifelong love

Dr. Carl Nedelmann

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Zusammenfassung

Bei der Sublimierung wird der Wunsch, der alles in Bewegung setzt, auf andere Objekte und Ziele verschoben. Der Trieb bleibt dabei weitgehend unberührt und wird kaum in seiner Intensität vermindert. Wichtig zum Verständnis ist, den Sexualtrieb in der begrifflichen Weite des Eros zu sehen, wie Platon ihn in seiner Sublimierungslehre im „Gastmahl“ beschrieben hat.

Sublimierung dient der Abwehr. Sie ermöglicht Flucht aus Bedrängnis. Das gelingt am besten, wenn die Liebe zu einem anderen Objekt neue Möglichkeiten der Befriedigung schafft und uns dadurch zu Gewinnern macht.

Als Beispiel dient Goethes Liebeslyrik. Neue Untersuchungen legen nahe, nicht Charlotte v. Stein, sondern die Herzogin Anna Amalia als Goethes Geliebte zu sehen. Bedrängnis kam von dem damals herrschenden Absolutismus. Es war eine verbotene Liebe. Sie musste geheim bleiben. In seinen Gedichten jedoch fand Goethe Wege, die Liebe, die er verbergen musste, zu bekennen.

Die neue Sicht bewirkt einen neuen Zugang. Goethes Liebeslyrik erscheint verständlicher, lebendiger und der Wahrheit näher. Sie erzählt vom höchsten Glück und vom tiefsten Schmerz in Gedichten, die zum Besten in der deutschen Literatur gehören. Sie stellen ein wunderbares Beispiel dar, was Sublimierung zu leisten vermag.

Abstract

In sublimation the desire which sets everything in motion is shifted to other objects and targets. The urge remains largely untouched thereby and is barely reduced in intensity. To appreciate this it is important to view the sexual drive in the conceptual scope of Eros, as Plato described in his teaching on sublimation in “The Symposium” (banquet).

Sublimation serves as a means of defence and allows flight from troubles. This is most successful when the love of another object achieves new possibilities for gratification and therefore makes us into winners.

Goethe’s love poems serve as an example. New investigations suggest that Goethe’s lover was not Charlotte v. Stein but Duchess Anna Amalia. Troubles came from the absolutism prevailing at that time. It was a forbidden love. It had to remain secret; however, in his poems Goethe found ways to acknowledge the love which he was forced to conceal.

The new perspective achieves a new access. Goethe’s love poems seem more comprehensible, more lifelike and closer to the truth. The lyrics tell of greatest happiness and of deepest pain in poems which belong to the best in German literature. They represent a wonderful example of what sublimation can achieve.

Erweiterte Fassung von Vorträgen auf der 7. Herbsttagung der Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar am 19. Oktober 2013 und auf dem Symposion „Persönliche Stile in Psychoanalysen. 30 Jahre Forum“ der International University Berlin am 1. und 2. November 2013.

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